B6.2.11.1: Richtige Verneinung von to be

Sowohl „to be“ als auch „to have“ sind als Vollverb und als Hilfsverb einsetzbar – und von der Vollverb-Version „to be“ gibt es auch eine Verneinung.

Examples = Beispiele

  • I am not a saint. = Ich bin kein Heiliger
  • You are not a specialist. = Du bist kein Spezialist.
  • We are not very kind. =Wir sind nicht sehr nett.

In der Kurzform sieht das folgendermaβen aus:

Examples = Beispiele

  • I’m not a saint. = Ich bin kein Heiliger
  • You aren’t a specialist. = Du bist kein Spezialist.
  • We aren’t very kind. = Wir sind nicht sehr nett.

Etwas eigenartig ist eine meist nur umgangssprachliche weitere Variante der Verneinung von to be = „ain’t“. Sie steht als Ersatz für “am not”, “is not”, “are not” aber auch für “have not” und “has not”.

Examples = Beispiele

  • She’s my sister, but she ain’t very nice. = Sie ist meine Schwester, aber nicht sehr nett
  • They ain’t very bright, but they should make it = Sie sind nicht sehr klug, sollten es aber schaffen.
  • He ain’t that handsome, but he is really kind. = Er sieht nicht so gut aus, aber er ist wirklich freundlich.

Auch in der affirmativen Bedeutung gibt es bei „to be“ eine Abkürzung:

Examples = Beispiele

  • I am => I’m
  • You are => you’re
  • He is => he’s
  • We are => we’re
  • They are => they’re

B6.2.10: Die Verneinung von will

Das Wort „Will“ bedeutet „werden“, weist also auf die Zukunft hin – dementsprechend ist auch „to will not“ eine Zukunftsform. Das wird im Einzelnen in unserem Abschnitt vom Futur erklärt, daher hier zunächst nur der Hinweis darauf, dass in der Kurzform der Verneinung von will,  aus „will not“ = “won’t“ wird.

Sobald wir uns dem Konjunktiv widmen, kommen wir auch auf „would“, dem Konjunktiv von „will“ noch eimal ausführlich zurück.

B6.2.9 Verneinung von used to

Auch die Verneinung von used to wird mit „to do“ gebildet.

Examples = Beispiele

  • She used not to / did not use(d) to drink any alcohol. = Sie trank sonst keinen Alkohol.
  • He used not to / did not use(d) to show up late to work. = Er kam sonst doch nicht spät zur Arbeit
  • They used not to / did not use(d) to spend so much money on a vacation. = Sie gaben sonst nicht so viel Geld aus für die Ferien.

B.6.2.8: Verneinung von dare

Bei „dare“ wird die Verneinung von dare,  wie schon bei „to need to“ über “to do“ gebildet.

Examples = Beispiele

  • You do not (don’t) dare to ask him for a raise. = Du traust Dich nicht, ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten.
  • She dies not (doesn’t) dare to climb on the horse = Sie traut sich nicht, auf das Pferd zu steigen.
  • We do not (don’t) dare to go out in that storm. = Wir trauen uns nicht hinaus zu gehen in diesem Sturm.

B.6.2.7: Verneinung von need to

„Need not“, also die Verneinung von need to wird dem deutschen „braucht nicht“ oder auch „muss nicht“ entsprechend eingesetzt. Dabei darf man nicht auβer acht lassen, dass das Verb „need“ in seiner Hilfsverb-Funktion immer zu einem „need to“ wird. Dabei ist diese Formulierung im Grunde sehr selten, normalerweise verneint man „need“ mit „do“ (ähnlich wie bei „to have to“) – allerdings ist auch „need not to“ grammatikalisch korrekt.

Examples = Beispiele

  • You need not to stay up late/you do not need to stay up late = Du brauchst nicht so spät auf zu bleiben.
  • We need not to take this train/ we do not need to take this train. = Wir brauchen diesen Zug nicht zu nehmen.
  • They need not to pay such high a price! = Wir brauchen so einen hohen Preis nicht zu bezahlen!

Auch in diesem Fall ist eine Kurzform grammatikalisch korrekt und möglich, dabei aber nur selten zu hören. Es hat aber zur Folge, dass nach einem „needn’t“ auch das sonst übliche „to“ von „need to“ weggelassen wird.

Examples = Beispiele

  • You needn’t change the money. = Du brauchst das Geld nicht zu wechseln.
  • He needn’t take that medicine. = Er braucht diese Medizin nicht zu nehmen.
  • We need’nt buy that much food! = Wir brauchen nicht so viele Lebensmittel zu kaufen.

B.6.2.6: Verneinung von ought to

Wenn eine bestimmte Tätigkeit oder auch ihr Unterlassen aus moralischer Sicht angebracht oder effektiv ist, es aber keine zwingende Instanz gibt, die das durchsetzen kann, dann kann man das mit „ought not“ ausdrücken – ebenso wie mit „should not“ („sollte nicht“)

Examples = Beispiele

  • I ought to leave now, if I want to catch the train. = Ich sollte jetzt gehen, wenn ich den Zug erwischen will.
  • They ought not to drink that much, if they still have to drive. = Sie sollten nicht so viel trinken, wenn sie noch fahren müssen
  • He ought not to flirt with her – he is married! = Er sollte mit ihr nicht flirten, er ist verheiratet!

Die Kurzform für die Verneinung von ought to =  „ought not“ sieht folgendermaβen aus:

Examples = Beispiele

  • He oughtn’t to get in touch with him again. = Er sollte ihn wirklich nicht mehr kontaktieren.
  • She oughtn’t to get home at this late hour! = Sie sollte wirklich nicht erst zu so später Stunde nach Hause kommen!
  • We oughtn’t to go out in this rain. = Wir sollten bei so einem Regen nicht ausgehen.

B.6.2.5: Verneinung von shall

Recht simpel ist eine Verneinung mit „shall“, da „shall not“ dem Deutschen „soll nicht“ entspricht. Wie bereits zuvor erläutert, bedeutet dieses „sollen“, dass eine bestimmte Tätigkeit entweder nicht effektiv oder aber moralisch fragwürdig ist – dabei aber keine vorhandene Instanz sie gänzlich verbieten kann – im Gegensatz zu Sätzen mit „must“ = „müssen“.

Examples = Beispiele

  • You shall not jump into that dirty pool. = Du sollst nicht in diesen dreckigen Teich springen.
  • He shall not go back to her! = Er soll nicht zu ihr zurückkehren!
  • We shall not laugh at a funeral. = Wir dürfen bei einem Begräbnis nicht lachen.

Eher selten taucht die Kurzform für die Verneinung von shall auf – „shan’t = shall not“ auf:

Examples = Beispiele

  • You shan’t beg or steal. = Du sollst nicht betteln oder stehlen.
  • He shan’t kill another man! = Er soll keinen Menschen mehr töten.
  • She shan’t give her money to strangers = Sie soll ihr Geld keinen Fremden geben.

B6.2.4: Verneinung von must

Wir soeben gehört, kann man „darf nicht“ im Englischen nicht mit „may not“ übersetzen. Prompt stellt sich natürlich die Frage, wie „darf nicht“ dann zu formulieren ist – und die Antwort lautet: „must not“, also mit der Verneinung von must. Will man erklären, dass eine diesbezüglich bevollmächtigte Instanz eine Tätigkeit oder ein Verhalten verbietet, so drückt man dies mit „must not“ aus.

Examples = Beispiele

  • You must not be late tonight! = Du darfst heute Abend nicht zu spät kommen!
  • They must not start another war! = Sie dürfen nicht noch einen Krieg anfangen!
  • We must not judge them before knowing the truth! = Wir dürfen sie nicht verurteilen ohne die Wahrheit zu kennen!

Bei „must not“ gibt es zuweilen eine Kurzform, sie ist allerdings längst nicht so gebräuchlich wie bei „do not“ oder „cannot“

Examples = Beispiele

  • He mustn’t take the bike at night = Er darf das Fahrrad nachts nicht fahren
  • You mustn’t leave your office too early = Du darfst dein Büro nicht zu früh verlassen
  • They mustn’t spend all their money on sweet. = Sie dürfen nicht ihr ganzes Geld für Süssigkeiten ausgebe

B.6.2.3: Die Verneinung von may

Wir wissen bereits, dass das Modalverb „may“ zwei voneinander abweichende Bedeutungen haben kann:

Das Modalverb „may“:

  • Es gibt die Erlaubnis für eine Tätigkeit (wie beim Deutschen „dürften“)
  • Oder beschreibt eine Möglichkeit – das gibt es im Deutschen nur in der Konjunktivform: sie dürfte wohl kommen.

Sobald „may“ jedoch verneint wird, gibt es nur eine Bedeutung: die Unmöglichkeit einer Handlung. Und vorsicht: „may“ mag „dürfen“ bedeuten – es wäre aber grundfalsch, „may not“ mit „nicht dürfen“ zu übersetzen. Stattdessen wird dadurch eine Möglichkeit verneint. Hier ein paar erklärende Beispiele für die Verneinung von may:

Examples = Beispiele

  • The teacher may not be right! = der Lehrer könnte Unrecht haben!
  • This car may not be cool, but I love it! = das Auto mag zwar nicht cool sein, aber ich liebe es!
  • We may not be able to visit you this year = wir können Dich dieses Jahr möglicherweise nicht besuchen

Bei der Verneinung von „may“ gibt es keinerlei Kurzform

B6.2.2: Die Verneinung von «to can»

Für die Verneinung to can wird im Englischen das Wort „cannot“ gebildet (und nicht etwa „can not“! Es wird grundsätzlich in einem Wort geschrieben.

Beispiele
I cannot drink beerIch kann kein Bier trinken.
She cannot swim.Sie kann nicht schwimmen.
We cannot go shopping.Wir können nicht einkaufen gehen.

Wie bei fast allen Modalverben gibt es auch bei der Verneinung von „can“ eine Kurzform – „can’t“. Wer herausfinden möchte, was nun häufiger gebraucht wird, kann gern bei Google beides eingeben. Er wird feststellen, dass „cannot“ etwa dreimal öfter eingesetzt wird als die Abkürzung „can’t“. Grammatikalisch muss man sich nicht entscheiden, beides ist vollkommen korrekt. Jedoch gilt als Regel, dass man «can’t» eher im gesprochenen Englisch verwendet, für guten Schreibstil sollte man aber «cannot» verwenden.

Beispiele 
We cannot leave. / We can’t leave.Wir können nicht weggehen.
You cannot say that! /You can’t say that!Du kannst das nicht sagen!
We cannot help you. /We can’t help you.Wir können Dir nicht helfen.