B8.3 Present Perfect

Sehr simpel ausgedrückt sind in der deutschen Sprache Imperfekt und Perfekt ein und dasselbe – natürlich ist es genau genommen schon ein wenig schwieriger, allerdings wollen wir uns hier auf das Englische und nicht die Zwischentöne der deutschen Zeitenbildung konzentrieren.

Eines jedoch steht fest: als Deutscher läuft man leicht Gefahr, auch im englischen unser Perfekt direkt ins „present perfect“ zu setzen – was normalerweise den Satz durchaus verständlich lässt, aber in Sachen Grammatik oft falsch ist. Und zwar dann, wenn es um ein Geschehnis geht, das sich auf die Gegenwart nicht mehr auswirkt – da ist im Englischen nur das „simple past“ angebracht.

8.3.1 „present perfect“ bilden

Das englische „present perfect“ wird mit dem „simple present“ von “to have“ gebildet – plus Partizip 2.

Konjugation von „to have“
SingularEinzahlPluralMehrzahl
  1. Person
I haveich habewe havewir haben
  1. Person
you havedu hastyou haveihr habt, Sie haben
  1. Person
he, she, it haser, sie, es hatthey havesie haben

Partizip 2 – Was ist das?

Zum genaueren Verständnis hier noch einmal das deusche Perfekt:

  • Wir haben uns ein Bier geholt und sofort getrunken.
  • Sie hat ihm ein Buch gekauft.
  • Wir sind ins Theater gegangen.
  • Er hat im Garten gearbeitet.

Hier werden „sein“ und „haben“ in der Verbindung mit dem Partizip 2 angewandt – man nennt es auch das Partizp der Vergangenheit (getrunken, gekauft, gegangen, gearbeitet). In der englischen Sprache formuliert man das „present perfect“ nur mit „to have“ – was nicht ganz der deutschen Denkweise folgt, dafür aber einiges vereinfacht!

Beim „perfect participle“ oder Partizip 2 wird an das Infinitiv, also die Grundform der regelmässigen Verben die uns schon bekannte Endung „-(e)d“ hinzugefügt.

InfinitivPartizip II
to loveloved(lieben, geliebt)
to walkwalked(gehen, gegangen)
to fearfeared(fürchten, gefürchtet)
to askasked(fragen, gefragt)
to trytried(versuchen, versucht)

Wie man sieht, wird das Partizip 2 genauso gebildet wie das „simple past“, also durch die Endung „ed“ , „d“ (wenn das „e“ bereits am Ende des Verbes vorhanden ist) oder –nach einem Konsonant plus „y“=> „ied“. Folgt das „y“ einem Vokal, wird wieder nur das „ed“ angehängt, falls es sich nicht um ein unregelmässiges Verb handelt.

Fügen wir nun die Konjugation in der Gegenwart mit einem Partizip 2 zusammen, haben wir bereits das „present perfect“ – so wie in den folgenden Satzbeispielen:

Examples= Beispiele

  • She has tried to reach you. = Sie hat versucht, Dich zu erreichen.
  • He has asked her for a date. = Er hat sie gefragt, ob sie ausgehen will.
  • I have walked to school. = Ich bin zur Schule gegangen
  • You have watched this movie many times. = Du hast diesen Film schon viele Male gesehen.
  • We have never travelled to Italy. = Wir sind noch nie nach Italien gereist

8.3.2 Unregelmässige Verben im „present perfect“

Das „simple past“ entspricht – wie vorhin erklärt – nur bei regelmässigen Verben auch dem „past participle“. Wie wir wissen, gibt es an die 200 unregelmässige Verben – und diese haben auch eine unregelmässiges „perfect participle“ . Es kann mit dem „simple past“ identisch sein, kann aber auch anders lauten. Auch hier kommt man um das reine Auswendiglernen nicht herum.

Unsere Liste zeigt die am häufigsten gebrauchten unregelmässigen Verben:

Infinitivsimple pastperfect participle
to bewas, werebeen
to gowentgone
to givegavegiven
to comecamecome
to buyboughtbought
to eatateeaten
to writewrotewritten
to seesawseen
to knowknewknown
to readreadread

Im übrigen bleibt die Grundstruktur im „present perfect“ ein und dieselbe, sie ist ohne Ausnahmen regelmässig.

Examples = Beispiele

  • She has gone home. = Sie ist nach Hause gegangen
  • We have seen an eagle. = Wir haben einen Adler gesehen.
  • He has written a letter. = Er hat einen Brief geschrieben.
  • They have known him for years. = Sie kennen ihn schon seit Jahren.

8.3.3 „present perfect“ in der Anwendung

Im Gegensatz zum „simple past“ werden im „present perfect“ Geschehnisse erklärt, die zwar in der Vergangenheit begonnen haben, deren Konsequenzen aber noch im Jetzt vorhanden sein. Oder es handelt sich um Ereignisse, die zu der Zeit passiert sind, in der sich auch die erzählende Person befindet.

Wie bereits im Abschnitt 8.2.4 beschrieben, kann vereinzelt sowohl „simple past“ als auch „present perfect“ korrekt sein, das ist von der Interpretation einzelner Ereignisse abhängig. Im Detail soll das im Abschnitt 8.4 erklärt werden.

In den im „present prefect“ formulierten Sätzen der Liste wird deutlich, dass hier eine Verbindung zur Gegenwart (des Erzählenden) besteht.

Examples = Beispiele

  • She has gone home. = Sie ist nach Hause gegangen (und ist auch noch dort)
  • We have seen an eagle. = Wir haben einen Adler gesehen. (gerade eben)
  • He has written a letter. = Er hat einen Brief geschrieben. (gerade eben)
  • They have known him for years. = Sie kennen ihn schon seit Jahren (und auch heute noch)

8.3.4  „present perfect“ und gewisse Umstandsbestimmungen

Eine absolute Garantie sind folgende „trigger words“ zwar nicht, sie helfen jedoch in den meisten Fällen bei einer Entscheidung für das „present perfect“:

Adverbialbestimmungen, denen ein „present perfect“ folgt:

+ never = nie, niemals

+ ever = je, jemals

+ already = schon

+ (not) yet =noch, noch nicht

+ just = gerade

+ since*= seit

+recently =kürzlich

+this Monday, this week, this year, this evening etc. =diesen Montag, diese Woche etc.

+ for * (three days, six weeks etc.) = seit ( drei Tagen, sechs Wochen etc.)

+ so far = bisher

+ lately= kürzlich, in letzter Zeit

Examples = Beispiele

  • She has already cooked dinner. = Sie hat das Essen schon gekocht.
  • We have seen him already. = Wir haben ihn schon gesehen.
  • He has been tired lately. = Er ist müde in letzter Zeit.
  • They travelled a lot since last year. = Sie sind seit letztem Jahr viel gereist.
  • I have never been to Europe. = Ich bin noch nie in Europa gewesen.
  • I have known him for ever. = Ich kenne ihn schon immer.
  • He has been quite happy so far. = Er ist bisher ganz glücklich gewesen.
  • She has worked hard for three weeks. = Sie hat drei Wochen lang hart gearbeitet.
  • They have just arrived. = Sie sind gerade angekommen.

* auf „since“ und „for“ kommen wir gleich noch einmal zurück!

Auf diese „Schlüsselwörter“ kann man sich ganz gut verlassen, wenn auch nicht wirklich in allen Fällen! Manchmal fehlen sie einfach und manchmal folgt ihnen dann doch das „simple past“, obwohl das „key word“ eigentlich ein „present perfect“ voraussetzt. Das ist dann der Fall, wenn man etwas erzählt, das imselben Zeitraum des Sprechenden passiert, aber bereits vorbei und abgeschlossen ist. Wie in diesem Beispiel: This Year I worked very hard on a difficult project and I finished it.

Sonderfälle “since” und “for”

Anders als im Deutschenmacht man im Englischen einen deutlichen Unterschied zwischen einem Zeitpunkt und einem Zeitraum. Hier ein Beispiel:

Sie arbeitete seit drei Jahren bei dieser Firma.

Sie arbeitete seit 2011 bei dieser Firma.

In beiden Fällen wird die Präposition „seit“ verwendet, das heisst, man kann zwischen Zeitraum und Zeitpunkt nicht unterscheiden. Im Englischen dagegen tut man das durchaus! Geht es um einen Zeitraum, wie Tage, Stunden oder Wochen, setzt man „for“ als Präposition ein. Wird jedoch ein genauer Zeitpunkt erwähnt, ab welchem die noch bestehende Tätigkeit beginnt, drückt man dies mit „since“ aus.

Da ein Zeitpunkt durchaus auch ein en Zeitraum darstellen kann, ist das durchaus verwirrend. Anhand unseres Beispiels: „sie arbeitete seit den Neunziger Jahren in dieser Firma“ – hier sind nicht die „Neunziger Jahre“ als Aussage von Bedeutung, sie beschreiben lediglich die Zeit, in der das Erzählte beginnt.

Wer genau erkennen will, wann „since“ und wann „for“ richtig ist, hat noch andere Anhaltspunkte: man kann testen, ob sich der Satz mit Hilfe einer rein didaktischen Hilfsform mit „für“ aufbauen lässt. Ist das der Fall, ist auch im Englischen „for“ einzusetzen. Falls nicht, ist „since“ die korrekte Präposition. Hier ein paar Beispiele, die das näher erläutern:

Seit sieben Jahren arbeitet sie an diesem Computer-Projekt. 

Man kann den Satz auch folgendermassen umbauen – inhaltlich korrekt, wenn auch grammatikalisch falsch:

Für sieben Jahre arbeitete sie an diesem Computer Projekt. 

Falls so eine Hilfsform keinen Sinn ergeben sollte, muss im Englischen „since“ verwendet werden:

Seit den Neunziger Jahren arbeitet sie an diesem Computer Projekt.

Wer nun versucht, den Satz mit der Hilfsform „für“ umzubauen, stellt fast, dass er unverständlich wird:

Für die Neunziger Jahren arbeitet sie an diesem Computer Projekt.

Examples = Beispiele

  • He has been in Berlin since Monday. = Er ist seit Montag in Berlin. (Zeitpunkt)
  • She has not heard of him for two months. = Sie hat seit zwei Monaten nichts von ihm gehört. (Zeitraum)
  • We have celebrated Christmas together since you were two years old. = Wir haben Weihnachten miteinander gefeiert, seit Du zwei Jahre alt warst. (Zeitpunkt)
  • The president has not been on television for several weeks now. =Der Präsident war nun schon seit einigen Wochen nicht mehr im Fernsehen. (Zeitraum)
  • They have watched this program since they were kids. = Sie haben dieses Programm angesehen, seit sie Kinder waren. (Zeitpunkt)
  • We have not been in the mountains for such a long time. = Wir waren schon seit so langer Zeit nicht mehr in den Bergen. (Zeitraum)

8.3.5 Das “present perfect” der Hilfsverben

In der deutschen Sprache sind Sätze im Perfekt mit einem Hilfsverb nicht so ganz einfach – siehe Satzbauten wie: „Er hat in die Oper gehen können“. Wie in den folgenden Beispielen erkennbar, stellt man das Modalverb im Infinitiv an das Ende des Satzes, während das Hauptverb konjugiert wird. Doch das nur nebenbei, denn glücklicherweise ist es im Englischen viel simpler – hier steht das Hilsverb gleich vor dem Prädilkat.

Hilfsverb plus „have“ plus Partizip 2

shall                    have      sent                  sollte geschickt haben

can                       have      walked            kann gegangen sein

must                    have      done                muss getan haben

ought to              have      seen                 sollte gesehen haben

need to               have       written            sollte/müsste geschrieben haben

may                    have        been                kann möglicherweise gewesen sein

 

Wie wir gleich sehen werden, kann man die Beispielssätze aus dem letzten Abschnitt ganz einfach in Sätze mit Hilfsverben verwandeln:

Examples = Beispiele

He has been in Berlin since Monday – He needs to have been in Berlin since Monday.

She has not heard of him for two months – She cannot have heard of him for two months.

They have just watched this program – They ought to just have watched this program.

We have laughed a lot lately – We may have laughed a lot lately.

Ob Satzbau-Varianten dieser Art nun eher selten vorkommen oder doch häufiger, kann man schnell durch googeln eines Beispiels herausbekommen – zumindest bekommt man so einen Eindruck davon. Und ist vielleicht sogar überrascht, denn man findet zum Beispiel „May have done“ gleich 127.000 mal, während „shall have done“ 7,760 mal zu finden ist. Auch die Varianten „can have done“ mit 3.490 Resultaten oder auch „need to have done“ mit 8.400 sind zwar nicht ganz so gebräuchlich, aber auch nicht so selten, wie man annehmen möchte.

Auf Fragen, die im Satzbau ähnlich strukturiert sind, kommen wir später noch zu sprechen, in den Abschnitten 16 und 18.

8.3.6 Das „present perfect“ in der Verneinung

Das „present perfect“ setzt sich immer mit Hilfe eines Modalverbs zusammen. Und in der Verneinung von Sätzen wird – wie bereits zuvor gelernt – das Modalverb in die Negativform gesetzt, also verneint.

I have already taken a shower – I have not (haven’t) taken a shower*.

He has stayed here for three weeks – He hasn’t stayed here for three weeks.

Have you ever tried a Guiness – Haven’t you ever tried a Guiness? = Have you not ever (=never) tried a Guiness?

We have just seen a movie – We have not (haven’t) just seen a movie.

I have seen this guy yesterday – I have not (haven’t) seen this guy yesterday.

He has paid the rent since 1990 – He has not (hasn’t) paid the rent since 1990.

She has been very quiet lately – She has not (hasn’t) been very quiet lately.

*in der Verneinung muss “already” weggelassen werden, da der Satz sonst keinen Sinn mehr macht. Auch im Deutschen wäre ein „ich habe schon nicht geduscht“ falsch, hier müsste man stattdessen ein „noch nicht“ einbauen – und das entspräche dem Englischen „not yet“.

Enthält der zu verneinende Satz ein Hilfsverb, so wird dieses in die Verneinung gesetzt – und nicht das eigentlichs Modalverb „to have“.

Examples = Beispiele

I have already taken a shower – I cannot (can’t) have taken a shower*.

He has stayed here for three weeks – He may not have stayed here for three weeks.

We have just seen a movie – We have not (haven’t) just seen a movie.

I have seen this guy yesterday – I must not (mustn’t) have seen this guy yesterday.

He has paid the rent since 1990 – he has not (hasn’t) to have paid the rent since 1990.

Wer mag, kann auch diesmal nachprüfen, wie gebräuchlich Satz-Konstruktionen dieser Art sind im aktiven Sprachgebrauch – und wird feststellen, dass einige dieser Modalverben auch in diesen Varianten recht häufig verwendet werden. Es ist nur eine Frage der Gewohnheit.

 

8.2 Simple Past – einfache Vergangenheit

Das Englische „Simple Past“ kommt prinzipiell dem deutschen Präteritum (unvollendete Vergangenheit).

Examples = Beispiele

  • Ich kaufte heute ein Buch.
  • Wir holten gestern Getränke.
  • Sie aßen zwei Brötchen.
  • Er lief nach Hause.

Wir schon zu Anfang erklärt, gibt es in bestimmten, sehr spezifischen Situationen auch im Deutschen zwischen Imperfekt und Perfekt eine Differenz in der genauen Bedeutung. Im Normalfall jedoch lässt sich das Imperfekt – wie in unseren Beispielen hier – durch das Perfekt problemlos ersetzen. Und so wird aus „Ich kaufte heute ein Buch.“ ein „Ich habe heute ein Buch gekauft“. Die Problematik im Deutschen liegt in der Tatsache, dass das Imperfekt fast immer durch das Perfekt substituiert werden kann, in jeder Hinsicht und allen Funktionen. Man muss schon ganz spezifische und speziell ausgesuchte Beispiele erfinden, um im Deutschen einen Unterschied aufzuzeigen, zwischen einer Tätigkeit, deren Konsequenzen im Jetzt wichtig sind, und einer erfolgten und beendeten Tätigkeit in einer vollendeten und beendeten Vergangenheit. Im Englischen dagegen wird hier ein sehr präziser Unterschied gezeigt, wie wir noch in den folgenden Abschnitten unter Beweis stellen werden. Falls die Folgen eines bereits vergangenen Geschehnisses auch im Jetzt und Hier, also der Gegenwart erkennbar ist, wird im Englischen das „present perfect“ eingesetzt – und auch dann, wenn sich derjenige, der das Geschehnis erzählt, in ein und demselben Zeitraum aufhält (morgen, heute, diesen Monat etc.). Gibt es durch die Geschehnisse jedoch keinerlei Konsequenzen für die Gegenwart des Erzählenden oder fanden diese in der Vergangenheit des Erzählenden statt (letzen Monat, gestern, vergangenes Jahr), dann wird im Englischen die Zeitform des „simple past“ eingesetzt.

8.2.1 Simple Past bilden

Das Bilden des „simple past“ ist alles andere als kompliziert: es genügt ein Anhängen eines „(e)d“ an die Verb-Grundform (Infinitiv).

Examples = Beispiele

  • to dance (tanzen) – danced
  • to talk (sprechen) – talked
  • to watch (zuschauen) – watched
  • to follow (folgen) – followed

Ein simples Anhängen eines „ed“ bildet also bereits den Imperfekt. Falls es sich um ein Verb mit der Endung auf „e“ handelt, kommt nur noch ein „-d“ hinzu. Eine Ausnahme sind Verben mit der Endung „y“ nach einem Konsonanten: hier wird aus dem „y“ ein „i“ und es ergibt sich die Endung „-ied“.

Examples = Beispiele

  • to carry (tragen) – carried
  • to hurry (sich beeilen) – hurried
  • to cry (weinen) – cried
  • to deny (verweigern) – denied
  • to defy (herausfordern) – defied

Folgt das „y“ einem Vokal, sieht das schon wieder anders aus:

Example = Beispiel

  • to stay (bleiben) – stayed

Doch leider gibt es auch hier ganz andere Varianten:

Example = Beispiel

  • to say (sagen) = said

Damit sind wir auch schon mitten drin in unserem nächsten Thema, den unregelmäßigen Verben, die bei den Vergangenheitsformen bedeutend öfter auftauchen als im „simple present“. Es gibt im englischen an die 200 Verben, die in der Vergangenheitsform nicht der Regel der „ed“–Endung entsprechen. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als sie gut auswendig zu lernen – vor allem die etwa 50 unregelmäßigen Verben, die im Englischen sehr oft vorkommen.

8.2.2 Simple past der unregelmäßigen Verben

Im Englischen bedeutet unregelmässige Verben wirklich komplett ausserhalb der Norm, da – im Vergleich zu einigen romanischen Sprachen – diese Verben auch nicht in einige vergleichbare Gruppen einteilbar sind. Mansollte also am besten die Liste der unregelmäßigen Verben aus einem Wörterbuch kopieren und wirklich auswendig lernen – einen kleinen Teil davon haben wir hier in einer Liste zusammengefasst.

Und die Unregelmäßigkeit betrifft nicht nur das „simple past“, sondern auch das Partizip Perfekt, das beim Gebrauch von zusammengesetzten Vergangenheitsformen notwendig ist. Also haben die Listen – wie auch im Deutschen – drei Spalten.

reiben                   rieb                      gerieben

geben                    gab                      gegeben

waschen               wusch                  gewaschen

kommen               kam                     gekommen

 

Hier ein paar der wichtigsten unregelmäßigen Verben im Englischen:

Infinitivsimple pastperfect participle
to bewas, werebeen
to comecamecome
to buyboughtbought
to givegavegiven
to gowentgone
to seesawseen
to readreadread
to knowknewknown
to eatateeaten
to writewrotewritten

8.2.3 Simple Past in der Anwendung

Man nimmt das „simple past“

  • beim Wiedergeben von Geschehnissen der Vergangenheit, die ohne Konsequenz für die Gegenwart sind und sich ausserdem nicht in der Gegenwart des Erzählenden zugetragen haben.
  • Beim Erklären und Beschreiben von Tätigkeiten und Geschehnissen, die früher häufiger passiert sind.
  • Zur Beschreibung von Zuständen und Tatsachen, die der Vergangenheit angehören (der Baum stand im Garten), von Tatsachen, die eher den Hintergrund beschreiben (der Nebel hing über den Feldern) oder andere Erklärungen, die Dinge aus der Vergangenheit anschaulich machen (früher glaubte man noch an Ungeheuer)

Damit wirkt das englische „simple past“ auf den ersten Blick wie das deutsche Imperfekt, und doch gibt es einen erheblichen Unterschied: im Deutschen kann das Imperfekt oft durch das Perfekt ersetzt werden – im Englischen dagegen kann man nur dann das „present perfect“ verwenden, wenn es eine direkte Beziehung zur Gegenwart hat – entweder, weil die Konsequenzen der Geschehnisse auch im Heute noch vorhanden sind, oder weil sich die Geschehnisse im Beisein des Erzählers zugetragen haben. Das „simple past“ durch das „present perfect“ zu ersetzen, ist also unmöglich! Die Regel lautet: immer nur entweder oder!

Folgende Beispiele belegen oben erwähnte Anwendungen:

Examples = Beispiele

  • He bought a necklace. = Er kaufte eine Halskette.
  • Her shoes were green. = Ihre Schuhe waren grün.
  • I saw them with my own eyes! = Ich sah sie mit eigenen Augen!
  • Her father grew up in this town. = Ihr Vater wuchs in dieser Stadt auf.
  • She played with her doll. = Sie spielte mit ihrer Puppe.
  • I was in my bed. = Ich war im Bett.
  • He went to his office. = Er ging in sein Büro.
  • She held his hand. = Sie hielt seine Hand.
  • I felt very lonely = Ich fühlte mich sehr einsam.
  • They knew where he was! = Sie wussten wo er war

8.2.4 “Simple past” nach gewissen Umstandsbestimmungen

Folgende Adverbialbestimmungen ziehen „simple past“ nach sich:

  • yesterday gestern
  • the day before yesterday vorgestern
  • in 1970 im Jahre 1970
  • last year letztes Jahr
  • last week letzte Woche
  • last month letzten Monat
  • last January letzten Januar
  • in May             im Mai
  • on Tuesday Dienstag
  • xxx ago vor xxx (längerer Zeit)

Nach den Umstandsbestimmungen dieser Liste folgt grundsätzlich das „simple past“ – sie lassen klar erkennen, dass sich der Erzählende nicht in ein und derselben Zeit befindet als in der Handlung selbst. Dabei kann mandie Liste des Begriffs „last“ natürlich noch ausbauen, mit „Last decade“ und ähnlichem. Bei Begriffen wie „in May“ oder auch „on Tuesday“ wird selbstverständlich nur dann „simple past“ eingesetzt, wenn man sich hier auf Vergangenes bezieht – und nicht auf die Zeit, in der sich auch der Erzählende selbst befindet!

Examples = Beispiele

  • in 1968 we moved to Boston = 1968 zogen wir um nach Boston.
  • She bought this dress last month. = Sie kaufte dieses Kleid letzten Monat.
  • On Thursday, they went to the opera. = Donnerstag gingen sie in die Oper.
  • We played in the yard last week. = Letzte Woche spielten wir im Hof.
  • It was raining heavily, when we left the party.* = Es war nach Mitternacht, als wir die Party verlieβen.
  • Yesterday, she was still in love. = Gestern war sie noch verliebt.
  • They still had some hope for this deal last year. = Letztes Jahr hatten sie noch Hoffnung auf dieses Geschäft.
  • We had a wonderful dinner together the day before yesterday. = Vorgestern hatten wir in wunderbares gemeinsames Essen

Solche initiierenden Worte, auch „Trigger-Worte“ genannt, sind insofern besonders praktisch, als man sofort weiss: jetzt muss ein „Simple past“ folgen! Allerdings kann man sich auf sie auch wieder nicht hundertprozentig verlassen, wie im Abschnitt zum „present“ perfect noch zu erkennen sein wird. Manchmal ist die Konsequenz der bereits vergangenen Tätigkeit so intensiv und klar, dass dann eben doch wieder ein „present perfect“ gebraucht werden muss.

*In diesem Satz wird die Tatsache, dass es keine Verbindung mit der Gegenwart gibt, zwar nicht durch eine Umstandsbestimmung erklärt, dafür aber durch die Bedeutung des Satzes selbst. Er macht eindeutig klar, dass es hier um etwas vergangenes geht, das keinerlei Konsequenzen auf die Gegenwart hat.

8.2.5 Simple Past bei modalen Hilfsverben

Es gibt Momente, in denen man folgendes erklären will:

  • Er durfte/konnte/sollte/musste in seine Arbeit fahren.

Dafür werden eigentlich Modalverben eingesetzt, in der Imperfekt-Form. Wie jedoch schon erläutert, dreht es sich dabei um Hilfsverben, die nicht in allen Zeiten ein und dieselbe Bedeutung haben. Stattdessen wird hier das „simple past“ meist zur Erläuterung eines Konjunktivs verwendet. Ausserdem sind modale Hilfsverben unregelmässig.

Examples = Beispiele

  • may => might
    = dürfen => dürfte
  • shall => should
    = sollen => sollte
  • will => would
    =werden => würde
  • can => could
    = können => könnte
  • must => —

In Kapitel 19 werden wir im Detail auf Konjunktiv und Konditional eingehen. Was nun die Aussagen anbetrifft, ob man etwas tun konnte, durfte oder sollte, so kann man Umschreibungen verwenden, die ja auch schon in Kapitel 6 (modale Hilfsverben) erwähnt und erklärt wurden.

Beispiele 
shall =>to be tosollte
may =>to be allowed toerlaubt sein, die Erlaubnis haben
must =>to have toetwas zu tun haben
to be obliged toverpflichtet sein
to be forced togezwungen sein
to be compelled togezwungen sein
can =>to be able toin der Lage sein
will =>to want towollen
to wish

 

8.2.6 „Simple past“ in der Verneinungs-Form

Nachdem wir bisher nur bejahende Sätze im „simple past“ gesehen haben, soll es nun um die Verneinung gehen, in Bezug auf etwas, was was man immer schon mal tun sollte.

Das funktioniert im Grunde ebenso wie die Verneinung im „simple present“, indem man ein modales Hilfsverb einsetzt – nur nicht bei „to be“. Gibt es in dem Satz kein Hilfsverb oder soll es keines geben, dann wird eine Verneinung durch das „simple past“ von „to do“ plus dem Infinitiv des Vollverbs ausgedrückt:

Examples = Beispiele

  • in 1968 we moved to Boston = In 1968 we did not move to Boston.
  • She bought this dress last month. = She did not buy this dress last month.
  • On Thursday, they went to the opera. = On Thursday, they did not go to the opera.
  • We played in the yard last week. = We did not play in the yard last week.
  • It was raining heavily, when we left the party. = It wasn’t raining heavily when we left the party.
  • Yesterday, she was still in love. = Yesterday she wasn’t still in love.
  • They still had some hope for this deal last year. = They still didn’t have hope for this deal last year.
  • We had a wonderful dinner together the day before yesterday. = We didn’t have a wonderful dinner together the day before yesterday.

Theoretisch kann man die Verneinung auch mit einem modalen Hilfsverb ausdrücken. Allerdings wird bei den Hilfsverben das „simple past“ zur Verdeutlichung des Konjunktivs eingesetzt – also muss man hier in der Verneinung auf die schon erwähnten Umschreibungen zurückgreifen. Wie, das soll hier noch einmal verdeutlicht werden.

Examples = Beispiele

Modales Hilfsverb wird durch eine Umschreibung zur Vergangenheitsform.

  • shall – was to

She was not to walk out in the rain (but did it anyway)

  • must – had to.

Last week I didn’t have to come home early.

  • can – was able to.

Yesterday I was not able to reach you in time.

  • To will – wanted to

We didn’t want to wake you up.

  • To may – was allowed to.

He wasn’t allowed to go out that late.

B8.1: Englische Vergangenheitsformen

Wie man das „simple present“ im Englischen bildet, haben wir bereits im Abschnitt 5.2 gelernt – und dabei festgestellt, dass es nicht besonders schwierig ist, da mit dem deutschen Präsens vergleichbar. Zusätzlich zu diesem „simple present“ hat die englische Sprache noch eine Verlaufsform der Gegenwart, das „simple present continous“ – dazu kommen wir im Kapitel 8. Die englischen Vergangenheitsformen sind ein grammatikalisches Thema für sich. Das System ist dem der romanischen Sprachen ähnlich – das „simple past“ dem Imperfekt, das „present perfect“ dem Perfect sowie das „Past perfect“ dem Plusquamperfekt – doch das sind nur formale Entsprechungen. In der Anwendung jedoch ist kaum noch eine Ähnlichkeit festzustellen. Hier gibt es im Englischen wichtige Unterschiede im Vergleich zum Deutschen – Unterschiede, die man im Deutschen zumindest nur dann macht, wenn es einer speziellen Differenzierung bedarf. Meist erkennt der Deutsche Unterschiede zwischen Imperfekt und Perfekt kaum – oder nur bei explizit ausgewählten Lehrbeispielen. In diesen ist das Vergangenheits-System des Englischen dem Deutschen vergleichbar – im Normalfall jedoch nicht, denn da ist im Deutschen das Imperfekt durch das Perfekt ersetzbar.

  1. PERFEKT: Anna zeigte auf das Haus und sagte: „Schaut, es hat gebrannt!“
  2. IMPERFEKT: Anna zeigte auf das Haus und sagte: „Schaut, es brannte!“

Jeder Deutsche wird hier sofort sagen, dass man das Perfekt „ es hat gebrannt“ nicht einfach durch das Imperfekt „es brannte“ ersetzen kann. Es ist ein perfektes Beispiel, denn jeder sieht hier sofort die eindeutige Relation zwischen dem erkennbar verkohlten Haus und einem vorherigen Feuer. Was in der Vergangenheit geschah, hatte also Auswirkungen auf die gegenwart – und das will Anna hier deutlich machen. Dabei wird genau diese Auswirkung jedoch nicht bestätigt – und damit ist die Variante 2. unsinnig. Es gibt auch Beispiele, in der sich der Sinn eines Satzes durch die Veränderung der Zeit ebenfalls verändert.

1) PERFEKT: Er hat seinen Schlüssel verloren.

2) IMPERFEKT: Er verlor seinen Schlüssel.

3) PLUSQUAMPERFEKT: Er hatte seinen Schlüssel verloren.

In diesem Beispiel ist klar zu sehen, dass das Perfekt in klug gewählten Beispielen bis in die Gegenwart hineinreicht. Im gewählten Beispiel heisst das: der Schlüssel ist jetzt, also in der Gegenwart, nicht mehr da. Bei Beispiel 2) ist das nicht ganz so eindeutig, man weiss allein durch diesen Satz nicht, ober ihn vielleicht doch wieder gefunden hat. Bei Beispiel 3) ist diese Geschichte im Plusquamperfekt bereits abgeschlossen, vergessen und auch nicht mehr wichtig – wobei nicht ganz klar ist, ob er den Schlüssel danach wieder gefunden hat oder nicht. In diesen sehr differenziert gewählten Beispielen ähneln die Zeitenformen im Deutschen denen des Englischen – aber das kommt selten genug vor, normalerweise kann man Imperfekt und Perfekt im Deutschen problemlos gegenseitig austauschen.

  1. Sie malte ihm gestern ein Bild.
  2. Sie hat ihm gestern ein Bild gemalt.

Keywords: Englische Vergangenheitsformen, englische Vergangenheit, englisch deutsch Vergangenheit

B7.4: Zusammenfassung Personalpronomen im Englischen

Fassen wir noch einmal zusammen, was wir in der Lektion 7 über Personalpronomen im Englischen gelernt haben.

  • Personalpronomen im Englischen sind persönliche Fürwörter, die einzelne Worte, aber auch komplette Wortgruppen in ihrer Bedeutung ersetzen
  • Es gibt bestimmte Verben, die sowohl mit einem Dativ- als auch einem Akkusativobjekt verbunden werden. Falls diese ersetzt werden sollen, treten folgende Regeln in Kraft:
  1. Falls es sich bei den Objekten um Substantive handelt, wird das Dativobjekt (indirektes Objekt) vor das Akkusativobjekt (direkte Objekt) gestellt.
  2. Falls nur das indirekte Objekt (Dativobjekt) durch ein persönliches Fürwort ersetzt werden soll, besteht auch die Möglichkeit, es mit einer Präposition hinter das Akkusativobjekt zu stellen.
  3. Das Akkusativobjekt steht grundsätzlich vor dem Dativobjekt, falls es durch ein persönliches Fürwort ersetzt wird. Das Dativobjekt folgt immer einer Präposition. Das ist sowohl beim alleinigen Ersetzen des Akkusativobjekts die Regel als auch dann, wenn beide Objekte substituiert werden.
  • Einige Verben brauchen grundsätzlich zwei Objekte, ausserdem muss das Dativobjekt mit einer Präposition verknüpft werden.
  • Eine kleine Eselsbrücke: ob man als Präposition „to“ oder „for“ verwendet, sagt einem die deutsche Übersetzung. Lässt sich hier ein „für“ einbauen, heisst es auch im Englischen „for“ und nicht „to“.

Pronomen und Objekte im Englischen

Bislang haben wir in unseren Beispielen immer nur ein Objekt eingesetzt.

Examples = Beispiele

He drives in the car with you.

– He needs me.

Hier werden Verben mit nur einem Objekt verbunden – einem Dativ- oder indirektem Objekt oder einem Akkusativ- oder direkten Objekt.

Allerdings gibt es nun auch einige Verben, bei denen gleich zwei Objekte erforderlich sind, wie zum Beispiel „bringen“.Hier folgt sofort die logische Frage: WER schenkt WEM WAS?

Example = Beispiel

  • Er bringt seiner Mutter eine Tasse Tee-
  • Nominativ WER? = Er
  • Dativ WEM? = His mother
  • Akkusativ WEN oder WAS? = eine Tasse Tee
  • He brings his mother a cup of tea.
  • He brings a cup of tea to his mother.

Bei diesen Verben können wir selbst entscheiden, ob wir das Dativ – Objekt plus Präposition ans Ende des Satzes stellen oder ohne die Präposition gleich nach dem Verb.

7.3.1 Objekte durch Personalpronomen ersetzen

Sobald ein Personalpronomen an die Stelle eines indirekten Objektes = Dativobjekt tritt, sieht das wie folgt aus:

Example = Beispiel

  • Er bringt ihr eine Tasse Tee.
  • Nominativ WER? = Er
  • Dativ WEM? = ihr
  • Akkusativ WEN oder WAS? = eine Tasse Tee

 

  • He brings her a cup of tea.
  • He brings a cup of tea to her.

Sobald ein Personalpronomen an die Stelle eines direkten Objektes = Akkusativobjekt tritt, sieht das folgendermaβen aus:

Example = Beispiel

  • Er bringt sie seiner Mutter.
  • Nominativ WER? = Er
  • Dativ WEM? = ihr
  • Akkusativ WEN oder WAS? = eine Tasse Tee 
  • Dieser Satz kann nur mit einer Präposition gebildet werden!!
  • He brings it to his mother.

Anstelle der Präposition steht hier im Englischen ein “to”. Falls an die Stelle von beiden Objekten Pronomen rücken, das folgendermaβen aus:

Example = Beispiel

  • Er bringt sie ihr.
  • Nominativ WER? = Er
  • Dativ WEM? = ihr
  • Akkusativ WEN oder WAS? = sie 
  • Dieser Satz kann nur mit einer Präposition gebildet werden!!
  • He brings it to her.

Hier muss das Dativobjekt ebenfalls ans Ende gesetzt und definitiv die Proposition “to” verwendet warden. 

Schlussfolgerung:

Das indirekte Objekt oder Dativobjekt wird mit der Präposition „to“ nach dem Akkusativobjekt eingesetzt, falls ein Personalpronomen an die Stelle des direkten Objekts oder Akkusativobjekts tritt.

7.3.2 Verben mit zwei Objekten im Überblick

Hier eine Aufstellung von Verben, die ebenfalls mit zwei Objekten und der Präposition „to“ eingesetzt werden können.

VerbAlternative 1Alternative 2beide Objekte ersetzt:Deutsch
to giveShe gives him some money.She gives some money to him.She gives it to him.Sie gibt ihm etwas Geld.
(= geben)
to tellHe tells you a story.He tells a story to you.He tells it to you.Er erzählt Dir eine Geschichte.
(= erzählen)
to sellWe sell her the car.We sell the car to her.We sell it to her.Wir verkaufen ihr das Auto.
(= verkaufen)
to showThey show her the house.They show the house to her.They show   it to her.Sie zeigen ihr da Haus.
(= zeigen)
to offerHe offers her coffee.He offers coffee to her.He offers it to her.Er bietet ihr Kaffee an.
(= anbieten)
to sendYou send them a message.You send a message to them.You sent it to them.Du schickst ihnen eine Nachricht.
(= schicken)
to readHe reads them a book.He reads a book to them.He reads it to them.Er liest ihnen ein Buch vor.
(= lesen)
to lendWe lend you a hand.We lend a hand to them.We lend it to him.Wir helfen ihnen (leihen ihnen eine Hand)
(= leihen)
to callHe calls me a nerd.Wird nicht verwendet! Deshalb kein Beispiel.Er nennt mich einen Eigenbrötler.
(= nennen)
to post (=schicken)She posted him a letter.She posted a letter to him.She posted it to him.Sie schickte ihm einen Brief.
 to pass (=reichen)He passed me the bread.He passed the bread to me.He passed it to me.Er reichte mir das Brot.

 

7.3.3 Sonderfälle bei Verben mit zwei Objekten

Bei einigen Verben is die Präposition „to“ obligatorisch, ganz gleich, ob das Objekt ein Name, ein Substantiv oder ein Pronomen ist.

Dabei handelt es sich um folgende Verben:

Grundsätzlich mit einer Präposition verbundene Verben:

  • to explain = erklären
  • to introduce = vorstellen
  • to say = sagen
  • to suggest = vorschlagen
  • to propose = vorschlagen
  • to present = präsentieren, vorstellen.
  • to describe = beschreiben

Examples = Beispiele

  • The boy explains to his mother, how he tore his trousers*. = Der Junge erklärt seiner Mutter, wie er seine Hosen zerrissen hat.
  • My father introduced me to his guests*. = mein Vater stellte mich seinen Gästen vor.
  • He described the beautiful landscape to his brother*. = Er beschrieb die herrliche Landschaft seinem Bruder.

Auch im Falle einer höchst komplizierten, in einem Nebensatz formulierten Erklärung oder Vorschlag, ersetzt man diesen mit einem einfachen „it“ – genau wie man es im Deutschen mit „es“ tun würde.

Examples = Beispiele

  • The boy explains to his mother, how he tore his trousers.
  • He explains it to her.
  • My father introduced me to his guests.
  • He introduces me to them.
  • He described the beautiful landscape to his brother.
  • He describes it to him.

B7.2: Personalpronomen richtig deklinieren im Englischen

Auch im Englischen werden persönliche Fürwörter dekliniert, sind also in ihrer Form von Geschlecht, Anzahl und Fall des Objektes abhängig, dessen Platz sie übernehmen. Dabei gibt es jedoch nicht so viele Formen wie in der deutschen Sprache – zum Beispiel weil der dritte und vierte Fall, also Dativ und Akkusativ, gleich lauten. Aus diesem Grund redet man im Englischen auch von einer Objektform der persönlichen Fürwörter. Das Genitiv dagegen hat eine ganz eigene Form. Zu den Possessivpronomen kommen wir später noch im Einzelnen. Präpositionen (Verhältniswörter, Vorwörter oder Lagewörter) haben im Deutschen auch spezifische Fälle zur Folge.

Sie läuft neben mir.

Er sitzt zwischen ihnen.

Im Deutschen ist das relativ schwierig da man genau wissen muss, welcher Fall welcher Präposition folgt. Viel einfacher ist es dagegen im Englischen, denn die von den Präpositionen verlangte Objektform entspricht nicht nur dem deutschen Dativ, sondern auch dem Akkusativ.

 

7.2.1 Das Deklinieren von Personalpronomen im Überblick

Überblick Deklination Personalpronomen 
NominativDativ/Akkusativ
  1. Person Einzahl
Ime
  1. Person Einzahl
youyou
  1. Person Einzahl
hehim
sheher
itit
  1. Person Mehrzahl
weus
  1. Person Mehrzahl
youyou
  1. Person Mehrzahl
theythem

 

Dass auch hier das Englische einfacher aufgebaut ist, als das Deutsche, ist auch hier ersichtlich: Akkusativ und Dativ sind absolut gleich.

I offer him a cup of tea – Ich biete ihm eine Tasse Tee an.

We meet him tonight – Wir treffen ihn heute Abend.

Die Basis-Regeln zur Deklinierung sind schon im vierten Kapitel erklärt worden. Zwar besteht die Gefahr, die Dativ- und Akkusativ-Formen durcheinander zu bringen nur in sehr geringem Masse, doch sollte man sich einige verschiedene Funktionen der jeweiligen Objekte in Davit und Akkusativ dennoch einprägen. Es macht vieles einfracher, wenn man den dritten und vierten Fall zu unterscheiden vermag.

 

7.2.2 Die Deklinierung des Dativs bei Personalpronomen im Deutschen und das englische Objekt im Vergleich 

Dativ
  1. Person Einzahl
Er fährt mit mir im Auto.He drives in the car with me.
  1. Person Einzahl
Er fährt mit dir im Auto.He drives in the car with you.
  1. Person Einzahl
Er fährt mit ihm im Auto..He drives in the car with him.
  1. Person Einzahl
Er fährt mit ihr im Auto.He drives in the car with her.
  1. Person Einzahl
Er fährt mit ihm im Auto..He drives in the car with it.
  1. Person Mehrzahl
Er fährt mit uns im Auto..He drives in the car with us.
  1. Person Mehrzahl
Er fährt mit euch im Auto..He drives in the car with you.
  1. Person Mehrzahl
Er fährt mit ihnen im Auto..He drives in the car with them.

Auf die Positionierung der Personalpronomen im Falle von einem Dativ- und einem Akkusativ-Objekt in einem Satz kommen wir später noch einmal zurück. Zunächst nur einige Beispiele, wie die Präposition das Dativobjekt unter bestimmten Satz-Stellungen genau festlegt.

Beispiele
She sends him a postcard.= She sends a postcard to him.Sie schickt ihm eine Postkarte.
You tell me the story.= You tell the story to me.Du erzählst mir die Geschichte.

Wie bedeutsam das ist, erkennen wir dann, wenn wir auf Verben mit zwei Objekten genauer unter die Lupe nehmen.

 

7.2.3 Das Deklinieren des Akkusativs bei Personalpronomen im Deutschen und das englische Objekt im Vergleich

 

Akkusativ
  1. Person Einzahl
Er braucht mich.He needs me.
  1. Person Einzahl
Er braucht dich.He needs you.
  1. Person Einzahl
Er braucht ihn.He needs him.
  1. Person Einzahl
Er braucht sie.He needs her.
  1. Person Einzahl
Er braucht es.He needs it.
  1. Person Mehrzahl
Er braucht uns.He needs us.
  1. Person Mehrzahl
Er braucht euch.He needs you
  1. Person Mehrzahl
Er braucht sie.He needs them.

Personalpronomen im Englischen

Pronomen bezeichnet in der Sprachwissenschaft eine Klasse von Ausdrücken, die auf verschiedene Weisen sich direkt auf Individuen beziehen, aber Pronomen haben ausserdem noch zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise:

Possessivpronomen, die darauf hinweisen, wer was besitzt.

Relativpronomen oder bezügliche Fürworter leiten Relativsätze ein und übernehmen dabei die Funktion des Substantivs im angeschlossenen Hauptsatz.

Mit Hilfe von Interrogativpronomen wird eine Frage nach etwas oder jemandem gestellt und so weiter und so fort.

Das persönliche Fürwort oder Personalpronomen hat im Vergleich zu den übrigen Pronomen nur die Funktion, etwas zu vertreten, sei es ein Lebewesen oder eine Sache. Und das war’s.

Bei der Konjugation der Verben haben wir bereits gelernt, dass es wie auch in der deutschen Sprache im Singular fünf persönliche Fürwörter und im Plural drei Personalpronomen im Englischen gibt.

Persönliche Fürwörter (Personalpronomen) = personal pronouns
SingularEinzahlPluralMehrzahl
  1. Person
Iichwewir
  1. Person
youduyouihr, Sie
  1. Person
he / she / iter / sie / estheysie

Eine ganz besondere Ausnahme macht man im Englischen beim Personalpronomen in der ersten Person Einzahl: „I“ = „Ich“ wird grundsätzlich groß geschrieben!

Die direkte Anrede ist im Englischen immer „you“, also die zweite Person Einzahl. Es gibt keinen Unterschied zwischen der freundschaftlichen und der Höflichkeitsform, im Gegensatz zum Deutschen „Du“ und „Sie“.

Im Deutschen wird die Funktion von Objekten im Satz selbst organisch, also über eine Wort-Veränderung erkenntlich:

  • Genitiv: Der Ball des Jungen.
  • Dativ: Er gibt den Ball dem Jungen.
  • Akkusativ: Ich höre den Jungen.

Im Englischen dagegen wird die Objekt-Funktion im Satz selbst geklärt, und zwar entweder durch eine Präposition oder auch durch die Satzstellung.

Aber Vorsicht:
Das mag für Substantive richtig sein, ist es aber nicht für die Pronomen. Sobald das Objekt im Satz aus einem Persönlichen Fürwort besteht, sieht die Form seiner Funktion entsprechend ganz anders aus. Näheres dazu betrachten wir in den folgenden Abschnitten.


Personalpronomen Englisch, englischen Personalpronomen, Personalpronomen auf Englisch, Personalpronomen im Englischen

 

B6.3: Zusammenfassung der Modalverben und Verneinung

Die Zusammenfassung der gelernten Lektionen zum Thema Modalverben und Verneinung im Englischen soll euch helfen einen Überblick über das gelernte zu erhalten. Falls euch was unklar ist, geht einfach nochmal zurück zur entsprechenden Lektion um das Wissen aufzufrischen.

Modale Hilfsverben im Überblick
EnglishDeutschVerneinung in EnglischDeutsch
daresich trauen, wagendare notnicht wagen
cankönnencannot, can’tkann nicht
maydürfenmay not(«vielleicht») nicht
shallsollenshall not, shan’tsoll nicht
ought tosollenought not, oughtn’tsoll nicht
mustmüssenmust not, mustn’tdarf nicht
need tobrauchenneed not to, needn’t tobraucht nicht,
(do not need to,don’t need to)muss nicht
willwerden (Zukunft), wollenwill not, won’twird nicht

 

Vollständige Hilfsverben Überblick
EnglishDeutschVerneinung in EnglischDeutsch
to beseinI’m not, are not,aren’t, is not, isn’tist nicht
to havehaben(Vergangenheits-zeiten)have not, haven’t,has not, hasn’that nicht
to dotun, machendo not, don’ttut nicht,macht nicht

B6.2.12: Zweifache Verneinung im Englischen

Im Deutschen kehrt eine Verneinung eine andere ins Gegenteil um. Wenn von jemandem behauptet wird, er sei „nicht untalentiert“, dann bedeutet das, er hat Talent! Das bestätigt allein schon die Logik, wie ja auch im Mathematischen, in der zwei mal negativ gleich positiv ergibt. Nur wenige Sprachen sehen das allerdings genauso – die meisten gehen einem anderen Schema nach, in dem sich zwei Verneinungen NICHT ins positive verwandeln. In der englischen Schriftsprache entspricht die zweifache Verneinung hier eher dem Deutschen – umgangssprachlich jedoch heben sich zwei Verneinungen nicht gegenseitig auf:

 

„You ain’t seen nothing yet“ bedeutet nicht, dass man nicht nichts und damit viel gesehen hat, sondern dass man noch nichts gesehen hat! Oder:

„I can’t get no sleep“ heisst einfach: ich kann nicht schlafen – und nicht, dass ich womöglich zu viel schlafe.

B6.2.11.2: Die Verneinung von have to

Die Verneinung von have to kann es sowohl „man muss nicht“ bedeuten, aber auch „man braucht nicht“. Das heisst, dass „to have to“ und „to need to“ in der Verneinung dasselbe aussagen. Ein kleiner Unterschied besteht dennoch: „to have to“ wird immer mit „to do“ verneint – bei „to neet to“ kann man auch das Verb „to need“ selbst verneinen.

Examples = Beispiele

  • He does not have to leave tonight, it will be okay if he leaves tomorrow. = Er braucht noch nicht heute zu fahren, es ist auch morgen noch okay.
  • We do not have to take him to the doctor right now, we can wait for next week. = Wir brauchen ihn noch nicht heute zum Arzt zu bringen, wir können bis nächste Woche warten.
  • She does not have to pay this immediately. = Sie muss das nicht sofort bezahlen.